Siegel/Zertifikate

Wofür steht das GOTS Siegel?

Das GOTS Siegel – Global Organic Textile Standard ist eines der weltweit führenden Verarbeitungsstandards für biologische Fasern, der ökologische und soziale Kriterien einschließt. Das Ziel des Standards ist es weltweit anerkannte Vorraussetzungen zu definieren, die den ökologischen Status von Textilien, von der Ernte der Rohstoffe über umweltfreundliche und soziale Verarbeitung bis hin zur Kennzeichnung miteinschließt. So soll gewährleistet werden, dass der Endkunde eine glaubhafte Absicherung über die gesamte Wertschöpfungskette erhält.

Die EU Rechtvorschriften zum ökologischen/biologischen Landbau sind die rechtliche Basis für die Kontrolle über biologischen Anbau und Lebensmittelverarbeitung in Europa. Der Global Organic Textile Standard nimmt diese EU Rechtsvorschriften als Grundlage: Er beginnt dort wo die europäische Gesetzgebung endet. Die Verordnung beinhaltet (neben anderen Standards): Standards für Anbau von Pflanzen, Standards für Vieh, Viehhaltung, z.B. die Dauer von Tiertransporten soll minimiert werden, jegliches Leiden, inklusive Verstümmelungen sollten während eines Tierlebens auf ein Minimum reduziert werden.

‚Bio‘ is ein ganzheitlicher Ansatz in der Landwirtschaft und der Produktion von Lebensmittels. Er würdigt die Wechselbeziehungen zwischen allen Teilen der Produktionssystem, von den Böden bis zum Konsumenten.

Landwirtschaftliche Prinzipien sind: Lebensmittelproduktion in ausreichender Quantität und Qualität. Arbeiten innerhalb natürlicher Systeme und Zyklen über alle Ebenen hinweg von den Böden bis zu den Pflanzen und Tieren. Der Erhalt der langfristigen Fruchtbarkeit und biologischen Aktivität der Böden. Die ethische Behandlung von Vieh und den Schutz ihrer physiologischen und  verhaltenstechnischen Bedürfnisse. Respekt gegenüber den regionalen, ökologischen, klimatischen und geographischen Unterschieden und (angemessenen) Gewohnheiten, die sich als Antwort auf diese entwickelt haben.

Umweltkriterien: Durch alle Verarbeitungsstufen hindurch müssen Produkte aus biologischen Fasern von Produkten aus konventionellen Fasern getrennt werden, sowie klar identifiziert werden können. Alle chemischen Zusätze (z.B. Färbemittel, Hilfsstoffe und andere Chemikalien, die während der Verarbeitung eingesetzt werden) müssen geprüft werden sowie gewisse Grundvorraussetzungen bezüglich ihrer Toxizität und biologischen Abbaubarkeit erfüllen. Verbot von kritischen Zusätzen wie giftigen Schwermetallen, Formalehyd, aromatischen Lösemitteln, funktionellen Nanopartikeln, genetisch veränderten Organismen (GMO) und dessen Enzymen. Die Verwendung von synthetischen Leimungsmitteln ist beschränkt, Strick- und Weböle dürfen keine Schwermetalle enthalten. Bleichmittel müssen sauerstoffbasiert sein (keine Chlorbleichmittel). Azofarbstoffe, die karzinogene Amin Stoffe freisetzen sind verboten. Der Ätzdruck unter Verwendung von aromatischen Lösemitteln sowie der Plastisoldruck unter Verwendung von Phtalaten und PVC sind verboten. Einschränkungen existieren für Accessoires (z.B. kein PVC, Nickel oder Chrom erlaubt, Polyester muss seit 2014 aus recycltem Material bestehen).
Alle Betreiber müssen eine Umweltstrategie, inklusive Zielvorgaben und Maßnahmen zur Minimierung von Abfällen vorweisen können. Einheiten, die in das Färben etc von Textilien eingebunden (engl. wet processing) sind, müssen einen kompletten Nachweis über die Verwendung von Chemikalien, Energieverbauch, Wasserverbrauch und Abwasserhandhabung (inklusive Beseitigung anfallenden Schlamms) erbringen. Alle Abwässer müssen in einer funktionalen Kläranlage gereinigt werden. Verpackungsmaterial darf kein PVC enthalten.

Für weitergehende Information zum Standard besuche bitte die offizielle Webseite: http://www.global-standard.org/

Hinweis: Der Standard gilt nicht für das finale Produkt. Weder die Pitupi Werkstatt in Albanien noch Pitupi AB in Schweden sind zum Zeitpunkt GOTS zertifiziert. Die Stoffe, die wir für unsere Kleidung verwenden tragen jedoch das GOTS Siegel.

Wofür steht das Oekotex Siegel?

Der Oeko-Tex Standard 100 wurde zu Beginn der 1990er Jahre, als Antwort auf die Nachfrage eines größeren Teils der Bevölkerung nach Textilien, die keine Gefahr für die Gesundheit darstellen, eingeführt. Oeko-Tex ist ein unabhängiger Zertifizierer, der zwei Zertifizierungen für Textilien anbietet: Oeko-Tex 100 (für Produkte) und Oeko-Tex 1000 (für Produktionsstätten/Fabriken). Produkte, die den Kriterien des Oeko-Tex 100 entsprechen sowie in einem Oekotex 1000 zertifiziertem Betrieb hergestellt wurden, erhalten das Label Oeko-Tex 100Plus.

Das Oeko-Tex 100 Siegel möchten sicherstellen, dass von den Produkten keine Gesundheitsrisiken ausgehen:
Produkte enthalten keine allergenen Färbemittel und Färbemittel, die karzinogene Aryl-Amine bilden. Sie wurden auf Pestizide und chlorinierte Phenole getestet. Sie wurden auf die Freisetzung von Schwermetallen unter künstlichen Umständen der Schweißabsonderung getestet. Formalehyd ist verboten; andere Aldehyd Grenzen sind signifikant niedriger als gesetzliche Grenzwerte. Sie haben einen hautfreundlichen pH Wert, sind frei von chlor-organischen Trägerstoffen. Sie sind frei von biologisch aktiven Appreturen. Der Zertifizierungsprozess beinhaltet eingehende Tests einer langen Liste von Chemikalien.

Spezifisch verboten sind: Azofarbstoffe, karzinogene und allergieauslösende Färbemittel, Pestizide, chlorinierte Phenole, chlor-organische Benzole und Toluol, extrahierbare Schwermetalle, Phtalate in Babyprodukten, zinnorganische Verbindungen (TBT und DBT), Emissionen flüchtiger Bestandteile.

Für weitergehende Information zum Standard besuche bitte die offizielle Webseite: http://www.oeko-tex.com/de

Hinweis: Der Standard gilt nicht für das finale Produkt. Weder die Pitupi Werkstatt in Albanien noch Pitupi AB in Schweden sind Oekotex zertifiziert. Einige der verwendeten Materialien für unsere Kleidung (z.B. die Textiletiketten) sind zertifiziert.